Memento. Oder: Was wäre, wenn die Zeit rückwärts liefe?
Zeit & Persönlichkeit · 02. März 2021
Es gab eine Zeit, da habe ich viele Stunden im Kino verbracht, nicht nur beruflich. Das war eine schöne Zeit. In bleibender Erinnerung ist mir der Film ‚Memento‘ geblieben. Und die Idee, was passieren würde, wenn das Leben rückwärts liefe. Das wäre ein ganz schönes Durcheinander und sehr rätselhaft, wie der Film selbst auch. Und der funktioniert doch wie ein ‚memory tag‘, auch im Nachhinein ist man noch lange damit beschäftigt, das Knäuel der Ereignisse zu entwirren. Die...
Ertappt. Oder: Wann bin ich endlich dran?
Klippen & Manöver · 23. Februar 2021
Zwei Männer in der Supermarktschlange vor mir im Gespräch, deutlich älter und weiser, Nummer 2 und 3 in der Reihe der Wartenden. Der Klassiker aus dem Lautsprecher: „Wir öffnen Kasse 2“. Gelerntes Verhalten: Die von den hinteren Plätzen stürmen an allen vorbei dem Kassenziel und der Freiheit entgegen, pro-aktiv sozusagen. Ich an Platz 4 fühle mich auch direkt angesprochen das gelebte Recht auszuüben. Zögere maximal einen Sekunden-Augenschlag um zu prüfen, ob Nummer 3 mein Recht...

Links? Rechts? Oder: Wo geht es lang?
Klippen & Manöver · 19. Februar 2021
Es gehört zu den Rätseln der Menschheit, warum das Glas, das vor uns steht, entweder bis zum Rand gefüllt ist, wir einen kräftigen Schluck nehmen und es praktisch beim Abstellen schon wieder wie von Zauberhand bis zur Oberkante gefüllt ist. Oder, ob es schon nach dem ersten Schluck praktisch leer ist. Wie kann das sein? Gehört es in die Kategorie: Ungerechtigkeit des Daseins oder handelt es sich – wie die Fata Morgana – um ein physikalisches Phänomen? Oder aber, ist es die...
Positive Bilanz. Oder: Draufgezahlt?
Preise & Werte · 26. Januar 2021
Wenn wir teilen, haben wir weniger – das muss man niemand erklären, mit der Erkenntnis kommen wir sozusagen auf die Welt. Wenn ich meine Kinder zum Teilen auffordere, komme ich mit meinem Satz nie bis zum Prädikat (teilen, abgeben, ausleihen, …). Nach der konditionalen Angabe (wenn), Subjekt (du) und dem Objekt (deiner Schwester) sind wir schon mitten in der Diskussion. Klar, es kann natürlich an meinem Erziehungsstil liegen oder an der deutschen Sprache, die das Verb im Nebensatz immer...

Arbeitest Du noch? Oder: Hast Du schon einen Auftrag?
Plan B · 19. Januar 2021
Def.: Eine Fata Morgana ist keine optische Täuschung oder eine visuelle Wahrnehmung, sondern ein Effekt, ein physikalisches Phänomen, der/das durch die Ablenkung des Lichts bei unterschiedlich temperierten Luftschichten entsteht. WIE SOLL MAN DAS VERSTEHEN? Soll das etwa meinen, dass, wenn es keine Täuschung ist, sondern ein physikalisches Phänomen, es dann realer ist?
Da ist das Ziel! Oder: Was hat das noch mit mir zu tun?
Plan B · 13. Januar 2021
Wie oft haben wir schon Pläne gemacht? TO-DO-Listen, Neujahrsvorsätze, Excel-Listen, Beschwörungen und Versprechungen… Das Planen hat sich gut angefühlt, meistens: mit dem Rauchen und Essen aufzuhören und weniger aufgeregen. Endlich jeden Tag Sport mit guter Laune und das erfüllte Leben zum Greifen nah. Wie war der Start? Wie läuft‘s mit dem Durchhalten? Vieles durchgezogen, manches eingelöst. Und, wie fühlt es sich an?

Alles fließt. Oder: In welche Richtung läuft‘s denn eigentlich?
Zeit & Persönlichkeit · 04. Januar 2021
Weihnachtsbesuch bei den Eltern. Wenn die Zeit langsam fließt, die Tage so lang wie die Nächte sind, und wenn alles einen geregelten Ablauf hat – ist es Zeit für Dinge, für die sonst keine Zeit ist. Ich stöbere im Bücherregal und finde einen Pionier der Persönlichkeitsentwicklung: Dale Carnegie. Vieles was danach geschrieben wurde, ist von ihm hier schon formuliert. Seine Kernaussagen, die schon damals gültig waren, sind auch heute noch aktuell: "Forget yourself; do things for others"...
Wie halte ich die Zeit an? Oder: Die Kunst des aktiven Nicht-Handelns
Zeit & Persönlichkeit · 31. Dezember 2020
Ich liebe diese Zeit „Zwischen den Jahren“: Diese schwebende Zeit, die sich wie angehaltene Zeit anfühlt. So als wenn man den Atem anhält und hofft, man hielte es ewig aus. Diese Momente scheinen losgelöst von Raum und Zeit, sie gehören nicht mehr zum Alten - aber auch noch nicht zum Neuen. Sie schweben dazwischen: ein Anhalten, ein Innehalten, bevor wir aufgeben und es weitergeht. Aber wie könnten wir diese Momente festhalten, dauerhaft machen, wie diesen Zustand kultivieren?

Zeit für einen Kurswechsel. Oder: Wie erkenne ich den richtigen Zeitpunkt?
Zeit & Persönlichkeit · 23. Dezember 2020
Wir sind in der Blüte des Winters. Dieses Jahr wird es gefühlt ein besonders langer werden. Der Gedanke an die kommenden Monate fühlt sich auch bei milder Außentemperatur eisig an. Am Horizont allerorts eine unsichere Zukunft: finanzielle Sorgen, der gesundheitliche Ausblick, berufliche Aussichten - die ganze Welt aus dem Lot. Wie wird es weitergehen? In diesen Tagen? Was?
Mühsam bergauf? Oder: Abwärts läuft’s immer schneller.
Preise & Werte · 18. Dezember 2020
Wir schleppen uns dahin. Die Antriebsenergie scheint irgendwie nicht mehr zu reichen. Und anstatt dass wir uns sinnhafterweise fragen, wie könnten wir besser mit der neuen Situation umgehen, wird der Kopf von einer anderen Frage ausgefüllt: Warum? Warum ich? Warum gerade jetzt? Warum konnte nicht einfach alles so bleiben, wie es war? Ein Gefühl der Machtlosigkeit, ein Gefühl der Starre.

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